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Das war der Juni

Am 26. Juni ist das von mir lektorierte Buch 1000 Kilometer Deutschland erschienen, das der Zeit-Online-Journalist Julius Tröger aus Berlin geschrieben hat. Besonders freut mich, dass schon ein Rowohlt-Folgeauftrag für den Spätsommer/Herbst ansteht.

Das gefürchtete Sommerloch zeigte sich am ehesten in weniger E-Mails und Anrufen, die Auftragslage wird in diesem Jahr bei mir durch einen Großauftrag der Dortmunder Spar- und Bauverein eG weiter auf hohem Niveau gehalten. In ca. 2 Monaten bearbeite ich im Lektorat rund 400 Mustervorlagen für Geschäftsbriefe und Mieter/-innen-Schreiben. Den Auftrag der Alice-Solomon-Hochschule habe ich abgeschlossen, das historische Themenheft des DRK wartet noch auf die finale Korrektur.

Aber ich habe nicht nur lektoriert und korrigiert, sondern auch geschrieben. Bei pixartprinting ist mein Artikel zu Variable Fonts erschienen; das Wissen dazu habe ich mir auf der diesjährigen TYPO Berlin angeeignet. In der neuesten Ausgabe der metamorphosen zum Thema Journal findet sich wie immer eine Kolumne von mir. Voraussichtlich im September ist dann ein weiterer Artikel von mir bei pixartprinting zu finden: diesmal über das Museum für Druckkunst in Leipzig.

Das war der Mai

Der Wonnemonat war geprägt von den üblichen Tätigkeiten: Korrigieren, Lektorieren, Schreiben. Ziemlich zum Ende des Monats, vor ein paar Tagen erst, durfte ich mich über einen Auftrag von der Alice Salomon Hochschule freuen – ich lektoriere einen Online-Studienführer inkl. letztem Schliff.
Auch eine Bachelorarbeit hatte ich auf dem Schreibtisch, die sich mit der politischen Geschichte West-Berlins in den 70er-Jahren auseinandersetzte. Das Schöne daran: Die Bachelorarbeit war der letzte Schritt auf einem akademischen Weg, den ich mit der Korrektur vorangegangener Hausarbeiten nun schon eine Weile mitgestalte.

Schreiben, korrigieren und quatschen auf der Typo

Mitte des Monats fand sich dann mit der Typo-Design-Konferenz ein Highlight im Kalender: Jahr für Jahr treffen sich Designer und Designerinnen, Typografen, Schriftgestalterinnen und andere Menschen aus dem kreativen Bereich im Haus der Kulturen der Welt. Es gibt Vorträge, Workshops, Get-together und auch eine große Party. Die Themen bewegen sich zwischen der Gestaltung von Schriften über das Präsentieren von Marken und Markendesign bis hin zu kalligrafischen Übungen.

2016 war ich zum ersten Mal dabei: Ich bin als Korrekturleser im Editorial-Team tätig, das die Live-Berichterstattung über verschiedenste Social-Media-Kanäle organisiert und realisiert. In diesem Jahr habe ich auch noch einen Artikel zum Thema Fonts und Schriftgestaltung geschrieben, und außerdem war ich am dritten und letzten Tag der Konferenz Gast des typografischen Quartetts.
Auf dem Blog von Pixartprinting erscheint im Juni dann noch ein Text zu Variable Fonts, zu dem mich der Besuch der verschiedenen Konferenz-Präsentationen inspiriert hat.

Datenschutz und WordPress

Nicht zuletzt stand der Mai auch im Zeichen des Datenschutzes: Die DSGVO war ja in aller Munde, und auch ich musste meine Website und die WordPress-Installation unter der Haube auf mögliche Probleme abklopfen. Eine Menge Einverständniserklärungen stehen am Ende dieser Bemühungen; das habe ich übrigens auch auf anderen Seiten gemerkt: Man klickt sich schon ganz verrückt mit all den Cookie-Bannern. Wie es genau weitergeht, wird die weitere Rechtsprechung zeigen. Neben dem Schreiben kam wieder der technische Anteil meiner Freelancer-Tätigkeit zum Vorschein: Ich habe mehrere WordPress-Installationen auf eine korrekte SSL-Verschlüsselung umgestellt und auch andere Anpassungen vorgenommen – ich fände es spannend, wenn auch weiter ein gewisser Teil meiner Arbeit aus digitalen Leistungen bestünde.

Und zuallerletzt: Ich arbeite im Moment an einem neuen längeren Artikel zum Thema Bindestriche. So nerdig wie wichtig, dieses kleine Multitalent. Und im Garten habe ich seit zwei Wochen Bienen einlogiert. Vielleicht gibt es noch Honig in diesem Jahr. Stay tuned!

Das war der April

Für mich war der April immer noch vom Thema Steuern geprägt. Umsatzsteuer, Einkommenssteuer: große Posten, die ans Finanzamt abgehen. Zum Glück gab es auch Aufträge von alten und neuen Kunden.

Für den moses. Verlag habe ich 300 Quizkarten lektoriert: Nach der inhaltlichen Prüfung (schön, wenn man einige Dinge nicht nachzuschlagen braucht) folgt der formale Feinschliff mit der Rechtschreibprüfung.

Für das DRK lektoriere ich ein Themenheft zur eigenen Historie rund um den Korea-Krieg und die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Besonders kniffelig: Das Kürzen von Beiträgen auf kleinem Raum, ohne dass die Texte strukturell auseinanderfallen oder ich zu viel Fachliches ins digitale Aus befördere.

Mit 4selected, einer Medienagentur mit Sitz in Berlin, habe ich nach fast zweijähriger Zusammenarbeit nun auch über die Erstellung von SEO-Texten gesprochen. Aktuell müssen wir noch herausfinden, wie sich mein Angebot und das Agentur-Budget vertragen. Unabhängig davon werde ich weiter für 4selected korrigieren – im April hatte ich immerhin 9 verschiedene Websites auf meinem Schreibtisch.

Außerdem stehe ich gerade mit einem Kunden in Kontakt, dessen Mastarbeit ich 2016 korrigiert habe. Nun steht die Promotion an und ich werde mich zunächst mit dem Exposé befassen.

Und zu guter Letzt: eine Auftragsanfrage über eine persönliche Weiterempfehlung. Immer schön, so was. Es ginge um eine umfangreiche Publikation im Bereich von Architektur und Städtebau. Angebot abgegeben – mal sehen, was draus wird.

Im Mai steht die TYPO Berlin an, dort werde ich das Redaktionsteam als „Final Editor“ unterstützen und versuchen, Texte schnell und möglichst fehlerarm online zu bringen.

Mal eben kurz ums Haus

Werbeaufdrucke dürfen nicht zu lang sein, der Kunde soll auf einen Blick erkennen, was ihm geboten wird. Nicht immer gelingen solche Verkürzungen allerdings, und manchmal wird es sogar richtig kniffelig.

Rasen mähen, Treppen putzen, Hecken stutzen: Gerade in Mehrfamilienhäusern sind alle Dienstleistungen rund ums Haus meist an entsprechende Firmen ausgelagert. Damit sich am Ende niemand beklagt, dass Mieter X wieder nicht gefegt hat, und damit man sich im Zweifel auch qualifiziert beschweren kann: „Geld gegen Leistung, okay?“

Auto mit Beschriftung "Rund ums Haus" Lektorat Berlin

Einen Apostroph braucht es bei Verschmelzungen wie „ums, ins, aufs“ nicht

Einen Apostroph braucht es dabei nicht, denn in diesem Fall wird eine Präposition mit einem Verhältniswort verschmolzen: Alles rund um das Haus. In einigen Fällen ist eine solche Verschmelzung übrigens verpflichtend. Man sagt nicht: „Mir wird warm um das Herz. Um das Verrecken nicht“, sondern benutzt die verschmolzene Form. Weitere Verschmelzungen sind zum Beispiel: ins, aufs, durchs, hinters, unters.

So weit, so einfach. Aber jetzt.

Auto mit falscher Beschriftung "Rund ums Haus & Garten" Lektorat Berlin

Was fängt man an mit einem Satz wie: „Service rund um’s Haus & Garten“? Der Apostroph ist falsch, das haben wir ja eben schon gesehen. Auch das Et-Zeichen gehört nicht in das Motto. Und ums Garten? Nein. Man könnte schreiben: Alles rund um das Haus und den Garten. Aber dann wäre es mit der Kürze vorbei. Minimal kürzer, rechtschreibregelkonform, aber sprachlich äußerst unelegant: Alles rund ums Haus und um’n Garten. Und wenn man die Verschmelzung einfach wegließe? Die Verkürzung auf um klappt nur, wenn man sie wirklich räumlich meint: „Wir spazierten an diesem Nachmittag rund um Haus und Garten.“ Wenn man aber das Thema meint, dann muss man es auch erwähnen. Alles rund ums Thema Haus und Garten. (Was aber kaum die Aussage der Werbung sein dürfte.)

Kürze heißt eben auch, Ungeschriebenes mitzudenken

Wobei man – und das ist ja so ein bisschen das Wesen der Kürze – auch einfach beim Haus bleiben könnte. Wenn man über ein Aquarium voller Fische spricht, muss man das Wasser nicht extra erwähnen, die Fische können nicht in der Luft schwimmen. Zu jedem Haus gehört mindestens ein Grünstreifen, in der Regel ist aber auch ein größeres Stück Wiese vorhanden oder es gibt eine kleine Parkfläche. Von daher bleibt es am besten bei der kurzen Form: Alles rund ums Haus. Und den Garten denkt man sich einfach mit.

Beitragsbild: unsplash-logoLucas Gruwez
Fotos im Text: Christian Wöllecke

Das war der März

Der März stand ganz im Zeichen der Buchmesse. Insbesondere in der ersten Monatshälfte habe ich Dinge für die edition AZUR erledigt: Die Website- und Terminpflege stand ebenso auf dem Plan wie das Einpflegen von neuen Autoren und Titeln. Auf der Buchmesse selbst war ich dann ebenfalls vor allem für die edition AZUR unterwegs, auch wenn mich in dieser Zeit einige interessante Projektanfragen erreichten, unter anderem vom Deutschen Roten Kreuz und vom Deutschen Spendenrat.

Beauftragt hat mich die Firma WPK Vertriebsgesellschaft für Werkzeugmaschinen und Systemtechnik mbH. Ich schreibe neue Texte (Startseite und Über-uns-Seite) und prüfe die gesamte Website auf Rechtschreibfehler.

Mit pixartprinting aus Italien habe ich nun einen weiteren europäischen Auftraggeber, nachdem ich ja schon für Quill Content tätig war. Pixartprinting ist eine Druckerei, die im Moment sehr stark an einer forcierten Online-Kommunikation in mehreren europäischen Ländern arbeitet. Für den deutschen Markt unterstütze ich das Unternehmen mit der Recherche für Themen, außerdem werde ich einen Blogartikel über die Designkonferenz TYPO Berlin verfassen (dieses Jahr bin auch wieder im TYPO-Redaktionsteam).

Nicht zuletzt habe ich im März alle Unterlagen für den Steuerberater zusammengesammelt und meine Buchhaltung für das letzte Jahr abgeschlossen. Yeah!

Neuigkeiten vom Schreibtisch: In monatlichen Zusammenfassungen berichte ich über kommende und abgeschlossene Projekte und will so einen kurzen, kompakten Einblick in meine Arbeit bieten.