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Je mehr … desto, je mehr … umso: Was ist richtig?

Kennen Sie das auch? Je mehr Sie über eine Sache nachdenken, desto unsicherer werden sie und desto mehr Fragezeichen springen Ihnen vor den Augen herum. Oder würde man eher schreiben: Je mehr, umso …? Oder sogar: Umso länger … umso? Heute zeige ich Ihnen, wann man umso, desto usw. in Verbindung mit je verwendet.

Die Grundregel lautet, dass Sie entweder umso oder desto unsicherer werden, je länger Sie über die Schreibung eines bestimmten Wortes nachdenken. Mir geht es übrigens mit der Aussprache so, wenn ich ein- und dasselbe Wort viele Male hintereinander laut ausspreche. Irgendwann fange ich an zu leiern. Je öfter, desto besser, ist also die korrekte Schreibweise, trifft aber im Leben nicht immer zu.

Ist es auch korrekt zu schreiben: Je kürzer, je besser?

Und was ist mit je – je? Diese Form gilt als überholt und nicht mehr als allzu gebräuchlich. Es spricht aber trotzdem nichts dagegen, sie zu verwenden. Besonders bei kurzen Verbindungen wie dem eben angesprochenen je öfter, je besser. Denn auch veraltete Formulierungen müssen nicht immer hinter dem Ofen versauern, ganz nach dem Motto: Je oller, je doller. Es kommt in jedem Fall auf den Text an. Sachlich nüchterne Anschreiben würden sich schwerer damit tun als eine schwungvoll geschriebene Geburtstagskarte. Abseits von der korrekten Rechtschreibung handelt es sich bei diesem Fall also eher um eine stilistische Frage.

Und was ist mit umso – umso?

Auch wenn die Formulierung nicht unbedingt falsch klingt, braucht es immer den Bezug auf die Konjunktion je. Sie können also nicht schreiben: Umso länger ich darüber nachdenke, umso unsicherer werde ich. Auch umso länger … desto funktioniert nicht. Richtig sind allein die oben beschriebenen Varianten von je … umso, je … desto und je … je.

Wann steht ein Komma bei je – umso, je – desto, je – je?

Die gute Nachricht zum Abschluss dieses Beitrags: Ein Komma wird in diesen Fällen immer gesetzt. Es gibt also keine Ausnahmen und keine Kann-Regeln. Je mehr ich über die Kommasetzung nachdenke, desto einfacher wird sie. Je länger ich hier auf den Frühzug warte, umso kälter wird mir. Aber dein Motto ist doch: Je früher, je besser!?

Zusammenfassung

Je nach Gusto können Sie umso, desto oder in bestimmten Situationen auch je schreiben. Je länger ich lebe, umso mehr vergesse ich. Je öfter ich anrufe, desto weniger habe ich zu erzählen. Je früher, je besser. Ein Komma wird immer gesetzt.

Titelbild: Emily Morter on Unsplash

Duden Mentor im Test: Was kann die Software?

Mit dem Duden Mentor gibt es eine Cloud-Software auf dem Markt, die Texte besser machen will. Ich habe mir auf Einladung des Duden Verlags angeschaut, ob Schreiber/innen so der richtige Weg gewiesen und zuverlässig geholfen wird.

Hinweis: Für diesen Test bietet mir der Duden Verlag einen kostenlosen sechsmonatigen Mentor-Nutzungszeitraum im Wert von 89 Euro. Ich hatte das Thema allerdings auch selbst auf der Agenda und hätte in jedem Fall einen Artikel verfasst.

Wenn Lektoren sich zu ihrem maschinellen Ersatz äußern sollen, steht das Urteil fest, oder? Nicht unbedingt. Ich bin durchaus interessiert, was Programme im Bereich Rechtschreibung und Sprache momentan leisten können. Deshalb hatte ich mich mit dem Thema schon in einem Beitrag zur automatischen Korrektur von Texten befasst. Zu dieser Zeit stand allerdings nur die Betaversion des Duden Mentors zur Verfügung. Nun ist die Premiumversion schon eine Weile online. Zeit für einen zweiten Blick.

Grundsätzlich kann man den Duden Mentor kostenlos nutzen. Dann aber nur mit 800 bzw. registriert mit 1500 Zeichen Prüfungsumfang und Werbung. Auch alle Premium-Funktionen wie die Stilverbesserung fehlen, die den Mentor erst zum Mentor machen. Ich beziehe meine Besprechung daher auf die Bezahlversion des Duden Mentors. Eine gute Übersicht, was welche Version bietet, finden Sie in einem Beitrag zum Duden Mentor auf Planet Text. Dort wird vor allem auch konkret auf das Handling beim Schreiben im Mentor-Fenster eingegangen. Ich prüfe Texte vorrangig über Copy and Paste, schreibe sie also vorher in einem anderen Programm und füge sie zum Testen ein.

Der Testsatz

Im damaligen Beitrag zur Autokorrektur hatte ich einen Testsatz verwendet, den ich natürlich auch hier wieder ausprobiere.

Ich heiß Christiann un wohhne in Potsdam. Heute, teste ich mal dieses Tool. Um das zu verstehen muss ich mich damit rumschlagen. Oke, jetz heißt es wohl abschiednehmen.

Das Ergebnis ist okay. Im Gegensatz zur Betaversion erkennt der Duden Mentor inzwischen die Kommafehler bei Heute und um. Weiterhin funktioniert nicht, für ein un ein und vorzuschlagen (Mentor-Empfehlung: nun). Auch aus Oke wird kein O. K. bzw. Okay (Mentor-Empfehlung: Ode). Schließlich kennt der Duden Mentor auch die korrekte Form Abschied nehmen nicht, er schlägt die falsche Substantivierung vor, es heißt aber nicht jetzt heißt es wohl [das] Abschiednehmen, sondern Abschied [zu] nehmen. Diesen Fehler habe ich übrigens schon vor einer ganzen Weile auch auf einem Edeka-Laster ausgemacht.

So interpretiere ich das Ergebnis

Wenn man die Korrekturleistung unter die Lupe nimmt, fällt auf, dass der Duden Mentor den Text sehr wahrscheinlich noch nicht überblicken kann. Seine Korrekturvorschläge basieren nicht vorrangig auf der Syntax oder der Grammatik, sondern auf Wort-Ähnlichkeiten. Das heißt, das Programm prüft nicht, ob beim ersten Satz eine Konjunktion wie und gefordert ist, sondern es versucht, ein Wort mit möglichst großer Nähe vorzuschlagen, da das Wort un nicht bekannt ist und somit nicht richtig sein kann. Nutzer/innen können sicher die richtige Form selbst finden, ihnen reicht der Hinweis. Anzumerken ist hierbei, dass auch die in Microsoft Word enthaltene Rechtschreibprüfung und andere Korrekturprogramme solche Fehler problemlos finden.

Beim Abschiednehmen ist die Sache weit schwieriger. Denn die Bildung von Substantivierungen bzw. die Unterscheidung, ob eher eine Infinitivform mit zu vorliegt, erfordert Kenntnisse, die Nutzer/innen ganz bestimmt von einer Software wie Duden Mentor erwarten. Wenn aber die falsche Form als die richtige vorgeschlagen wird, verfehlt die Software ihr Ziel. Das zeigt sich auch sehr deutlich bei einem weiteren Beispielsatz: Weder Mit ihm war nicht gut Kirschenessen noch Mit ihm war nicht gut kirschenessen wird als falsch angezeigt. Die einzige korrekte Form ist allerdings Mit ihm war nicht gut Kirschen essen. Denn man sagt wiederum nicht: Mit ihm war nicht gut [das] Kirschenessen.

Korrekturleistung: durchschnittlich

Damit eine Korrektur als zuverlässig angesehen werden kann, müssen Entscheidungen begründbar und nachvollziehbar sein. Da sich Duden Mentor grundsätzlich nur auf allgemeine Regeln bezieht und dem Nutzer bzw. der Nutzerin die Korrekturentscheidung überlässt, ist dies beim Korrigieren nicht automatisch gegeben. Denn Nutzer/innen müssen immer erst interpretieren, wie die vorgeschlagene Regel auszulegen ist und ob eine Korrektur daher infrage kommt.

Außerdem sollten bei einer Korrektur nach Möglichkeit keine neuen Fehler in den Text kommen. Bei der Arbeit mit dem Duden Mentor fiel mir ein schönes Beispiel für diese Problematik auf. Duden Mentor strich „Tipping Point“ als falsch an und empfahl mir das Wort „Tippping Point“, einer allgemeinen Regel folgend. Das Problem ist, dass die Software nicht identifizieren konnte, dass es sich hierbei um ein Lehnwort aus dem Englischen handelt und eben nicht um ein deutsches Wort. Die Regel passt daher einfach nicht. Es ist zu vermuten, dass Texte mit vielen Wortneuschöpfungen – also Neologismen – oder fremdsprachlichen Lehnwörtern dem Duden Mentor Probleme bereiten.

Die Kür? Test der Stilprüfung

Wenn man sich nicht mit sprachlichen Finessen und Kleinigkeiten aufhalten will, kann man sich auch einem größeren Thema zuwenden, dem Stil. Denn mit der Namensgebung Mentor intendiert Duden ja eine ganz bestimmte Fähigkeit. Im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache finden sich auf der entsprechenden Seite die Bedeutungen „erfahrener Lehrer“ bzw. „Ratgeber, Berater, väterlicher Freund“. In diesem Sinne soll der Mehrwert also vor allem im Bereich der Text-Expertise generiert werden.

Das passt durchaus zum neuen Image des Dudens, der weniger als Verlag, sondern als digitales Kreativunternehmen auftreten will. Viele aktuell im Verlag erscheinende Titel zielen augenscheinlich eher auf das kreative Ratgeber-Segment ab. Nicht mehr nur richtig, sondern vor allem besser, erfolgreicher, zielgruppengerechter zu schreiben ist das Motto.

Bestimmte analytische Verfahren und Mechaniken sollen Texte besser lesbar machen. Auch hier geht es, so viel sei vorweg gesagt, vor allem um Regelmäßigkeiten. Anders als ein Mentor, der sich ja gezielt um die Probleme seiner Schützlinge kümmern kann und vor allem ihren Wissens- und Leistungsstand kennt, arbeitet der Duden Mentor – wie andere Software auch – nach dem Gießkannenprinzip. Ich möchte das an einzelnen Funktionen demonstrieren.

Füllwörter

Ja, Füllwörter sind vielleicht überflüssig. Nuancen braucht es nicht, zumindest nicht für die Software. Die Blätter eines Baumes sind grün, sie müssen nicht recht grün oder ein bisschen grün oder regelrecht grün sein. Die Krux am Wegstreichen des Überflüssigen ist, dass dafür nicht immer eine Notwendigkeit besteht (ja … nicht immer … auch so eine Füll-Aufweichung). Natürlich, weniger ist mehr. Aber Texte leben auch von der eigenen Sprache ihrer Schreiber/innen. Und häufig blitzt diese Sprache gerade in Nuancen und Füllwörtern durch. Nicht zu vergessen, dass es in Texten auch darum gehen kann, Umgangssprache zu imitieren, den Text direkt sprechen zu lassen.

Womit wir schon beim heiklen Thema wären, dass die stilistische Analyse nur dann sinnvoll ist, wenn vorher klar ist, ob gerade ein schnöder Amtsbrief, ein anregender Magazinartikel oder ein reißerischer Blogbeitrag geschrieben werden soll.

Was den Duden Mentor neben all dem ebenfalls stören würde: In meinem Beispielsatz stand viermal das Wort „grün“.

Wortwiederholungen

Ich gebe zu, das Markieren von sich wiederholenden Wörtern ist prinzipiell hilfreich. Es kann in einigen Texten die Qualität verbessern, indem verschiedene Wörter für die gleiche Sache einen größeren sprachlichen Raum schaffen. Im SEO-Bereich wird dann gern vom holistischen Schreiben gesprochen, die Ganzheitlichkeit ist also nicht mehr nur in der Heilkunde ein Renner. Bei der Arbeit mit dem Duden Mentor hat sich allerdings gezeigt, dass auch diese Funktion nicht immer zielführend ist.

So wurde mir im Text angestrichen, dass sich das Wort „Duden“ wiederholen würde. Leider würde es keinem Text helfen, einen solchen Eigennamen zu variieren. Noch mehr, es ist oft schlicht unmöglich. Denn ich kann natürlich auch „die Marke“, „der Verlag“ usw. schreiben, es wäre dann aber viel weniger holistisch, weil ich am ehesten einen Teilbereich des Konglomerats „Duden“ meine. Und nicht zuletzt heißt es eben nicht Müller Mentor oder Meier Mentor, sondern Duden Mentor (ja, richtig, der Mentor unterstreicht in diesem Satz das Wort „Mentor“ als Wortwiederholung).

Zweites Problem: Gerade bei Fachtexten und wissenschaftlichen Aufsätzen würde die Exaktheit unter der zwangsweisen Varianz leiden. Ich habe einen durchaus gut zu lesenden wissenschaftlichen Essay in den Duden Mentor eingespeist und mir fielen fast die Augen aus dem Kopf vor lauter farbigen Markierungen. Geschätzt waren 60 Prozent der Hinweise auf die Wiederholung von Wörtern bezogen. Ich habe die Begutachtung dann ziemlich schnell abgebrochen, weil sie in diesem Kontext einfach nicht zielführend war.

Zu lange Sätze

Ebenso wie sich wiederholende Wörter kann auch die Anzeige langer Sätze ein nützliches Feature sein. Ich neige beim Lektorieren zwar auch dazu, Sätze mit mehr als einem Komma rauszuschmeißen, ich kürze, stelle um usw. Aber ich tue es mit Augenmaß. Für einen guten Lesefluss ist es besser, wenn sich lange und kurze Sätze abwechseln. Zwar ist das Schreiben in Hauptsätzen oft ein Garant für Kürze, aber es wird schnell langweilig.

Ich stand auf. Ich wusch mich. Ich ging in den Garten. Ich rief meine Mutter. Sie kam heraus. Im Garten sahen wir die Katze. Dann kam Vater. Er sah die Katze auch.

Zweites Problem: Wann ist ein Satz zu lang? Bei der Arbeit mit dem Duden Mentor wurden mir völlig unkritische Sätze als zu lang angezeigt, weil sie eine bestimmte Zeichenzahl überschritten. Häufig resultiert die Unverständlichkeit von Sätzen aber nicht aus der bloßen Zahl ihrer Zeichen. Es geht dann eher um den Nominalstil, um Passivkonstruktionen, Kommaschachteleien und solche Dinge.
Ich behaupte, dieser Satz ist lang, aber durchaus gut lesbar:

Es war heute Morgen, als ich beschloss, mit der Bahn in die Stadt zum Einkaufen zu Werthof zu fahren und dort ein sündhaft teures Collier für meine Freundin Marie zu kaufen, die ich erst ein paar Wochen zuvor bei einem Kurzurlaub auf den Malediven kennengelernt hatte – eine tolle Frau!

Nun dieser Satz; fast genauso lang, aber schwerer lesbar:

Am Morgen war mein Entschluss gereift, die Bahn zu nehmen, um im Werthof ein sündhaft teures Collier zu erwerben, was ich meiner neuen Freundin Marie, einer tollen Frau, schenken wollte, die ich, ein paar Wochen zuvor, bei einem Kurzurlaub auf den Malediven kennengelernt hatte.

Die Länge eines Satzes entscheidet also nur bedingt über seine Lesbarkeit.

Nur online: schwierig

Halten wir fest: Bis hierhin bietet der Duden Mentor einige durchaus nützliche Funktionen, die aber momentan ungeübten Schreiber/innen kaum weiterhelfen.

Die Praxis wird nun aber noch weiter durch zwei Dinge erschwert: Alles muss online passieren – und man kann nur 40.000 Zeichen korrigieren lassen. Natürlich hängt beides zusammen. Die Prüfung eines längeren Textes kostet Rechenleistung und Zeit. Außerdem wird es schnell unübersichtlich. Aber gerade wer professionell mit fremden Texten arbeitet oder selbst lange Romane oder Erzählungen verfasst, hat oft einen größeren Korrekturbedarf. Da heißt es dann permanent: Copy and Paste.

Sicher sind auch Add-ins in Microsoft Word nicht ohne Probleme, aber sie ersparen einem immerhin das Wechseln zwischen verschiedenen Fenstern. Man muss nicht den Überblick behalten, was man gerade kopiert und eingefügt, korrigiert und wieder herauskopiert hat. Hinweise zu Software, die solche Add-ins bietet, gebe ich übrigens gleich bei der Besprechung des Preismodells.

Dass man heute immer einen Internetzugang findet, ist durchaus üblich. Trotzdem ist es ein Punkt, den man bei der Auswahl einer Korrektursoftware im Hinterkopf haben sollte. Der Duden Mentor funktioniert nur, wenn man online gehen kann.

Bezahlmodell: Der Preis ist hoch

Mit 14,95 Euro pro Monat ist der Duden Mentor nicht gerade billig. Schon für 19,95 Euro kann man sich zum Beispiel das Stilwörterbuch aus dem gleichen Verlag kaufen. Dort stehen noch einmal ausführlich die Tipps, die der Duden Mentor stoisch anwendet.

Im Vergleich zu anderer Software wird der Unterschied noch deutlicher. Die Vollversion des Duden Korrektors kostet einmalig 79 Euro, für Language Tool Plus zahlt man als Privatperson oder Selbstständiger 59 Euro pro Jahr bzw. 4,92 Euro pro Monat. Beide Programme bieten die eben angesprochenenen Add-ins für Microsoft Office. Und wenn wir gerade beim Thema sind: Microsoft Office 365, das von Haus aus eine inzwischen solide Rechtschreib- und Grammatikprüfung mitbringt, kostet 69 Euro im Jahr für Einzelanwender/innen.

Ich habe momentan nicht das Gefühl, dass der Duden Mentor so viel Mehrleistung erbringt, dass der Preisaufschlag gerechtfertigt wäre. Im Prinzip reicht die Office-Prüfung schon aus. Wer Wert darauf legt, nach Duden-Empfehlung zu schreiben, ist mit einer zusätzlichen Bezahlsoftware aber gut versorgt.

Das Fazit: Keine Empfehlung für den „Duden Mentor“

Mir genügt das alles nicht, um den Duden Mentor vorbehaltlos zu empfehlen. Generell finde ich Korrektursoftware zur Absicherung meiner Korrekturergebnisse sehr nützlich. Und auch der höhere Abopreis ist natürlich nichts gegen den Stundensatz eines freiberuflichen Lektors. Aber der Preis sollte sich doch in der Leistung der Software widerspiegeln, und das ist für mich nicht der Fall. Dafür sind die Entscheidungen und Empfehlungen des Duden Mentors oft zu weit weg vom konkreten Text. Der Nutzer muss am Ende die Entscheidungen selbst treffen und hat eben keinen Berater an seiner Seite. (Ich bin hier auch so kleinlich, weil der Duden in Sachen Naming natürlich eine besondere Reputation besitzt und damit größere Verantwortung trägt. Sprache sollte ja keine Hohlkammer und keine werbetechnische Luftnummer sein.)

Wer die groben Schnitzer ausbügeln will und verschmerzen kann, dass hin und wieder auch neue Fehler in den Text kommen, der kann guten Gewissens mit der Korrekturfunktion von Microsoft Word arbeiten. Und wer einen Hinweis auf die von Duden empfohlene Schreibweise braucht, kann gut und gern zum Duden Korrektor oder zu Language Tool Plus greifen. Beide Programme sind ebenfalls noch nicht perfekt, aber werden kontinuierlich weiterentwickelt und haben einen guten und schnellen Support.

Titelbild: NeONBRAND on Unsplash

Bindestrich, Gedankenstrich? So verwendet man den sogenannten Halbgeviertstrich

Punkt, Punkt, Komma, Strich … und fertig? Ja – wenn es so einfach wäre. Mit dem unscheinbaren Wörtchen Strich fangen die Kalamitäten an. Denn es gibt Bindestriche, Streckenstriche, Gedankenstriche. Teilweise unterschiedlich lang, jeweils unterschiedlich eingesetzt. Was, wo und wie erkläre ich in der heutigen Ausgabe des Karacho-Montags. Für alle, denen das ewige Geschreibe gegen den Strich geht, gibt es hier die schnelle Zusammenfassung.

Worauf man beim Nachdenken über Striche kommt: der Gedankenstrich als Rettung des Galgenmännchens

Bei meinen Vorbereitungen zu diesem Blogbeitrag musste ich daran denken, dass man beim Wörterraten in der Schule ja regelmäßig kleine Männchen am Balken baumeln ließ. Ohne die Wortknobelei auf höchstem Niveau zu beherrschen, könnte man den kleinen Kerl vielleicht so retten: ein Galgen aus Bindestrichen, der Strick ein Gedankenstrich …

Gut, ehe es zu abseitig wird, erkläre ich hier den Grund meiner Gedankenspielerei: Bindestriche entsprechen in der Regel einem Viertelgeviert, man kennt sie als „Minus“ auf der Tastatur. Und es gibt Gedankenstriche, die einem Halbgeviert entsprechen, also der doppelten Länge. Microsoft Word verwandelt einen Strich, der mit je einem Leerschritt zwischen zwei Wörtern steht, übrigens automatisch in einen längeren Gedankenstrich. Auch wenn man zwei Striche hintereinander einfügt und dann auf „Enter“ drückt, wird ein Gedankenstrich daraus.

Ein kurzer Galgen aus Bindestrichen, aber ein langer Strich als Seil … müsste doch klappen, oder?

Der Bindestrich – auch Viertelgeviertstrich genannt

Der Bindestrich, auch bekannt als Divis, verbindet zusammengehörende Wörter und ist damit der natürliche Feind falscher Leerzeichen. Zunächst: Beinahe alle Wörter können im Deutschen ganz einfach zusammengeschrieben werden. Der Bindestrich kann eingesetzt werden, um mehr Übersichtlichkeit zu schaffen (Fußballkommentator/Fußball-Kommentator) oder auch zur Hervorhebung einer Zusammensetzung (Karacho-Montag).

Außerdem verbindet der Bindestrich Wörter mit Abkürzungen (EU-Norm) bzw. Konstruktionen aus fremdsprachigen (i. d. R. noch nicht „eingedeutschten“) und deutschen Wörtern; für das Wort Businessclass schlägt der Duden zum Beispiel momentan noch die alternative Schreibung Business-Class vor. Weiterführend habe ich mich mit diesem Thema in einem weiteren Blogartikel zu Bindestrichen im Wortinneren beschäftigt. Schließlich kommt der Bindestrich auch als Ergänzungsstrich (Apfel- oder Rhabarberkompott) und als Strich der Silbentrennung vor. Was allen Anwendungsarten gemein ist: Es gibt keinen Abstand zwischen Wort und Bindestrich.

Der Gedankenstrich – auch Halbgeviertstrich genannt

Die Abstandsregel sieht beim Gedankenstrich ganz anders aus: jeweils ein Leerzeichen trennt ihn vom umgebenden Text. Er wird vor allem als Pausen- bzw. Ankündigungszeichen eingesetzt. Es gab einen Schlag – dann folgte Stille. Ich trat erwartungsvoll in die Küche – Mutter machte wirklich Buchteln! Auch für Einschübe (Teilsatz, Satz, Zusatz) wird der Gedankenstrich, analog zum Komma, verwendet: Diese Buchteln – sie strahlten und dampften in der Schüssel wie pures Gold – waren sein ganzes Glück.

Zu beachten ist dabei, dass die generelle Zeichensetzung unangetastet bleibt: Dass diese Buchteln sein ganzes Glück waren – sie strahlten und dampften in der Schüssel wie pures Gold –, konnte man ohne jeden Zweifel sagen. Mehr dazu finden Sie in meinem Blogbeitrag zur Verwendung der paarigen Gedankenstriche.

Wird der Gedankenstrich hingegen als Streckenstrich verwendet, entfällt der Abstand. Dies – und die Verwendung des kurzen Bindestrichs als Streckenstrich – sind im Lektorat häufig anzutreffende Fehler. Der Streckenstrich steht zum Beispiel bei Öffnungszeiten (9–15 Uhr), Entfernungsangaben (Berlin–Helsinki: ca. 1248 km) oder auch Seitenzahlen (S. 12–14).

Der Gedankenstrich wird zudem als Minuszeichen und zur Kennzeichnung von zeilenweise gegliederten Aufzählungen als Spiegelstrich verwendet. Hier steht er frei vor der Zeile:
Städte, die ich noch besuchen will:

– Helsinki
Berlin
Budweis
Pilsen
– Ostrava
– Florenz

Wer sich für alle typografischen Feinheiten rund um Gedanken- und Bindestriche interessiert, dem sei der entsprechende Artikel auf Typefacts von Christoph Koeberlin ans Herz gelegt.

… fertig ist das Mondgesicht

Im Großen und Ganzen ist das einfache Wörtchen „Strich“ also tatsächlich kein überkomplexes Thema. Bei den meisten Korrekturen spielen nur Verwechslungen von Binde- und Gedankenstrichen sowie das (Nicht-)Einhalten von Abständen eine Rolle. Für den zweiten Gedankenstrich einen kürzeren Bindestrich zu verwenden ist übrigens auch ein beliebter Fehler. Neben den erwähnten Strichen gibt es auch noch den Geviertstrich, der aber sehr selten vorkommt. Er wird im Englischen als Gedankenstrich ohne Abstände eingesetzt.

Lektorat und Text Berlin: Texter und Lektor Christian Wöllecke, Strich, Bindestrich, Gedankenstrich, Streckenstrich und die häufig falsche Anwendung
Bei diesem Beispiel ist mir nicht klar, welcher Regel der Ersteller in puncto Streckenstrichen folgt.

Die verschiedenen Striche sollten beim Schreiben nicht als Marginalien betrachtet werden. Die durchgehend korrekte Verwendung kann nämlich häufig schon als Indikator für die Versiertheit und Sorgfalt im Umgang mit der Sprache angesehen werden. Es gilt also auch hier: kleine Sache, große Wirkung.

Harte Fakten: Die Zusammenfassung am Karacho-Montag

Der Bindestrich
entspricht einem Viertelgeviert. Er wird immer ohne Abstände eingesetzt und verbindet Wörter mit anderen (fremdsprachigen) Wörtern oder Abkürzungen (Karacho-Montag, Business-Class, EU-Norm). Er ist Ergänzungs- und Silbentrennungsstrich. Er liebt Vanille- und Schokobuchteln.

Der Gedankenstrich
ist doppelt so lang wie der Bindestrich (Halbgeviert). Er wird fast immer mit Abständen eingesetzt und gilt als Pausen- und Ankündigungszeichen: Achtung – hier komme ich. Außerdem wird er für Einschübe verwendet. Das ist – und das sehe ich wirklich so – eine schöne Sache. Eine Ausnahme stellt seine Verwendung als Streckenstrich dar (bis-Strich, 9–15 Uhr): Hier entfallen die Abstände.

 

Dieser Artikel erschien am 21. März 2016 in der Reihe „Karacho-Montag“; ich habe ihn am 31. Juli 2019 überarbeitet und angepasst.

Bescheid geben, bescheid sagen – welche Schreibung ist korrekt?


Kennen Sie das? Sie wollen nur eine kurze Mail schreiben, dass Sie jemandem Bescheid geben, wenn es so weit ist. Keine große Sache eigentlich, das ist ja schnell getippt … Doch dann geraten Sie ins Grübeln. Wie war das noch mal? Schreibt man Bescheid geben groß oder klein?

Bescheid geben: man schreibt „Bescheid“ immer groß

Um es so kurz zu machen, wie die Nachricht, die Sie eben versenden wollen: Sie haben Glück. In diesem Fall gibt es kein Hin und Her, keine Kann-Möglichkeiten, keine Auch-Schreibung. All die Dinge, die ich in vielen anderen Beiträgen differenzieren oder einschränken muss, kann ich mir an dieser Stelle sparen. Ob man Bescheid gibt oder einen Bescheid erhält, ob Sie noch schnell Bescheid sagen oder fürs Bescheid sagen danken – es wird nie bescheid, nie klein geschrieben.
Eine eventuelle Verwirrung ist allerdings nur zu verständlich. Schließlich schreibt man Substantivierungen zusammen, wie zum Beispiel das Kirschenessen. Das Substantiv Bescheid wird allerdings immer groß und getrennt geschrieben.

Schön, keine Ausnahmen, ob Sie nun einen Steuerbescheid oder einfach Bescheid erwarten

Vermutlich liegt die strikte Getrennt- und Großschreibung auch bei der Substantivierung in der Wortart begründet. Denn man erhält den Bescheid des Finanzamtes (hier denkt man am ehesten an ein Schriftstück), und man erhält Bescheid, wenn die Ergebnisse da sind (man wird also unterrichtet; jemand meldet sich). Auch wenn sich die inhaltliche Bedeutung unterscheidet, bleibt das Wort dasselbe. Es gibt nicht „den Bescheid“ auf der einen Seite und „das bescheid“ in einem anderen Kontext. Allerdings hat das Wort eine lange Geschichte im Deutschen. Es taucht schon im Grimmschen Wörterbuch auf, abrufbar über das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache. Dort geht es beispielsweise auch um abgewiesene Verehrer: „ob si schon ains oder zweimal ihren liebhabern abschlegigen beschaid gegeben. Wirsung Cal. H 3ᵃ“

Bescheidenheit ist eine Zier

Die Doppelstellung des Bescheids drückt sich übrigens auch in dem Verb bescheiden aus. Denn man kann bescheiden sein, man kann sich ebenfalls bescheiden. Man gibt sich dann sozusagen aktiv mit einer bestimmten Sache zufrieden. Nicht zuletzt kann ein Gesuch abschlägig beschieden werden. Das tun dann aber am ehesten Ämter, für die diese Art der Formulierung ganz offensichtlich erst erfunden wurde.

„Bescheid geben“ wird großschreiben

Nun können Sie also anderen besserwisserisch Bescheid geben. Und dürfen darauf hoffen, dass Sie viele Menschen erreichen. Denn Gewohnheiten verfestigen sich, auch beim Sprachgebrauch. Hin und wieder gibt es die Tendenz, die Waffen zu strecken und eine stark genutzte, aber falsche Form durch eine Anpassung der Regeln salonfähig zu machen. Sie wollen Beispiele für Schreibweisen, die auf dem besten Weg zu einer solchen „Adelung“ sind? Leerzeichen aller Art zum Beispiel. Inkorrekte Schreibweisen wie „CO2 neutral“ ohne Bindestrich oder „Basis Müsli“ sind inzwischen ebenso fest im schreiberischen Repertoire angekommen wie die falsche Schreibung „Herzlich Willkommen“ (richtig wäre CO2-neutral, Basismüsli und Herzlich willkommen). Also, am besten geben Sie Bescheid, solange die eben erlernte Schreibung noch die richtige ist. Falls sich dahingehend etwas ändert, erfahren Sie es hier auf meinem Blog.

Titelbild: Wynand van Poortvliet on Unsplash

Plural bzw. Mehrzahl: Diese Besonderheiten sollten Sie kennen

Den Impuls, einen Beitrag über den Plural zu schreiben, verdanke ich dem „wilden“ Plakat am Straßenrand. Denn den meisten Sprecher/innen dürfte klar sein, dass es Wodkaflaschen heißt, wenn es um den Plural bzw. die Mehrzahl geht. Bei anderen Begriffen wird es schwieriger. Was macht man aus dem Gebirge? Und gibt es Bedarfe? Eine Übersicht mit häufig gesuchten Wörtern und ihrer Mehrzahl findet sich am Ende des Beitrags.

Auf ins Pluralgebirge

Das Gebirge: nicht nur die Gesamtheit von Bergen bzw. eine „zusammenhängende, durch Täler gegliederte Gruppe von hohen Bergen“ (vgl. Duden), sondern auch ein Pluraletantum, also ein Wort, das nur in der Mehrzahl auftritt. Andere Beispiele für solche Plurale sind Ferien, Leute, Unkosten. Damit die Information auf obigem Plakat grammatikalisch richtig wäre, müsste das Wort „Flasche“ die gleiche Singular- und Pluralform aufweisen (der Quader, die Quader) oder nur in der Einzahl vorkommen, also ein Singularetantum sein. Im Gegensatz zu den Begriffen Durst, Hunger, Ruhe oder Schutz bildet Flasche den Plural aber ganz normal. 50 % auf alle Wodkaflaschen. (Im Lektorat würde ich diese Korrekturen anmerken: Abstand zwischen Zahl und Prozentzeichen einfügen, Wodka im Deutschen mit W, Komposita werden zusammengeschrieben.)

Besondere Formen des Plurals bei Fachwörtern: Verbräuche, Betone

Fachwörter haben häufig die Eigenschaft, für Laien unverständlich zu sein. Und noch etwas ist besonders – sie durchkreuzen die üblichen Regelungen für Ein- und Mehrzahl. So können auch Plurale von Bedarf (Bedarfe) oder Salz (Salze) gebildet werden, was in der Allgemeinsprache überflüssig ist. Das führt sogar zu Wörtern wie Blute, Elektrizitäten oder Gersten; aber, wohlgemerkt, alles nur im Bereich der Fachsprache.

Plural und Umlaute: Öfen, Katzen, Schlote

Substantive mit umlautfähigem Stammlokal teilen sich im Normalfall in zwei Gruppen auf: Pluralbildung mit Umlaut (der Ofen – die Öfen) oder ohne Umlaut (die Katze – die Katzen). Zudem gibt es Substantive, bei denen beide Formen standardsprachlich korrekt sind: Nachlasse – Nachlässe, Zwiebacke – Zwiebäcke. Manchmal ist auch eine Form gebräuchlicher, die andere hingegen regional oder umgangssprachlich: Schlote (umgs.: Schlöte), Schlucke (umgs.: Schlücke), Kräne (fachspr.: Krane). Einige Pluralformen zeugen aber auch von der inhaltlichen Unterschiedlichkeit gleichlautender Singularbegriffe: der Bund – die Bunde bzw. die Bünde, der Spund – die Spunde bzw. die Spünde.

Der Plural bei Fremdwörtern: Firmen, Babys, Celli, Spaghetti

Viele Fremdwörter haben heimische Endungen. Einige ersetzen die fremde Singularendung durch heimische Pluralendungen (Firma – Firmen, Mythos – Mythen), andere bewahren ihre fremden Endungen: Appendix – Appendizes, Cello – Celli. An englische Begriffe, die auf den Buchstaben Y enden, wird ein S angehängt: Babys, Ponys. An fremde Pluralendungen wird keine zusätzliche Endung angehängt: Wir essen Spaghetti, sie spielen Soli. Ich habe die einzelnen Themen/Themata in diversen Lexiken/Lexika nachgeschlagen.

Der Gipfel: Verschiedenste Plurale – Aase und Äser, ein Seemann unter Seeleuten, die USA

Sind Sie noch mit dabei beim Ausflug ins Pluralgebirge? Der Gipfel wartet, allerdings ist er übersät mit Menschen, und einige sind ziemlich nervige Zeitgenossen. Sie stehen permanent im Wege herum und werfen Zigarettenkippen in die Natur. Kein Wunder, dass einem gleich das Schimpfwort Äser in den Sinn kommt. Für Tiere – ob lebendig oder tot – ist da schon längst kein Platz mehr, keine Aase weit und breit. Wenn einen bei solchen Zuständen der Ekel packt, dann kann man laut „Ihr Ekel!“ rufen und mit Tränen in den Augen überlegen, wie man wieder hinunterkommt und ob man nicht besser aufgehoben wäre als Seemann unter Seeleuten. Oder ob gar eine Auswanderung infrage käme – vielleicht in die USA? Weil es sich um einen pluralischen Ländernamen handelt, schreibt man: „Er kommt aus den USA. Die USA bestreiten dies.“

Und wie lautet der Plural von Plural?

Ganz einfach, es heißt: die Plurale. Die Bildung erfolgt ziemlich regelkonform wie bei den meisten männlichen und sächlichen Substantiven. Man hängt ein e an, und schreibt z. B. auch Bericht/Berichte, Boot/Boote.

Hier noch eine Übersicht häufig gesuchter Pluralformen:

  • Bonus – Boni, auch Bonusse
  • Komma – Kommas, auch Kommata
  • Semikolon – Semikolons oder Semikola
  • Cello – Cellos, auch Cellis
  • Graffito – Graffiti
  • Sog – Soge

Diesen Blogbeitrag habe ich erstmals am 30. Mai 2016 veröffentlicht und am 05. Juni 2019 umfassend überarbeitet und umgeschrieben.

Harte Fakten

Fast alle Wörter bilden separate Pluralformen, außer Wörtern:
die nur im Plural vorkommen (sog. Pluraliatantum: Ferien, Kosten),
die nur im Singular vorkommen (sog. Singulariatantum bzw. Singulariatantums: Hunger, Durst),
deren Singular- und Pluralform gleich ist (zum Beispiel Quader).
Pluralbildungen erfolgen mit oder ohne Umlaut: der Hafen/die Häfen, die Barkasse/die Barkassen. Manchmal gibt es Pluaralvarianten mit und ohne Umlaut, dies geht mit Bedeutungsänderungen einher: der Spund/die Spunde bzw. die Spünde.
Manche Fremdworte mit fremder Singularendung erhalten heimische Pluralendungen (Firma – Firmen), andere behalten auch im Plural die fremde Endung: Bonus – Boni (aber auch: Bonusse).
An englische Begriffe, die auf Y enden, wird im Plural ein S angehängt (Ponys).
Fremde Pluralendungen erhalten keine zusätzliche Endung: Ich habe tütenweise Spaghetti gekauft.