Das war der Sommer

Die Monate Juli und August fasse ich in diesem Beitrag ganz einfach zusammen. Das erste Großprojekt des Sommers war ohnehin der Urlaub auf Korsika. Ein kleines Ferienhäuschen, gutes Essen, schöne Badestrände. Das Innere der Insel ist bergig und waldig, es lässt sich gut wandern – mit Blick auf das Meer. Da große Hotelanlagen so gut wie nicht zu sehen sind, wirkt alles sehr rustikal und authentisch. Einziges Manko: Der starke Autoverkehr auf der Insel; Busse fahren sehr selten, als Radfahrer muss man auf den engen, viel befahrenen Straßen ein dickes Fell haben.

Nach dem Vergnügen kommt die Arbeit

Zurück im Büroalltag habe ich mich weiterhin mit den Schreiben der Bau- und Sparverein eG beschäftigt. Hier liege ich mit leichter Verzögerung immer noch im Zeitplan, da es etwas mehr Texte waren als prognostiziert und regelmäßige Abstimmungsrunden nötig sind.

Manchmal geht es dabei um kleinere, aber umso bedeutendere Fragen, wie etwa die Tonalität einer bestimmten Schlussformel, die zwar als Aushang für die Hausgemeinschaft passt, aber in einem Einzelanschreiben deplatziert wirkt. Viele Höflichkeitsformeln funktionieren nur mit zusätzlichen Kommata. Man kann sie vereinfachen und dem Text damit etwas mehr Geradlinigkeit verleihen. Ich bin vor allem bemüht, kurze, einfache Sätze zu schaffen und umständliche Konstruktionen zu vermeiden. In wenigen Fällen brauchte ich dann auch noch einen weiteren Hintergrund, um wirklich zu verstehen, was eine bestimmte Textpassage bedeuten beziehungsweise aussagen soll. Insgesamt ist dieser Auftrag nicht nur ein Lektorat, sondern auch ein Textauftrag.

Lektorat und Text

Am 21.08. ist bei Rowohlt der von mir lektorierte Finanzratgeber Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können erschienen, inzwischen schon Spiegel-Online-Beststeller. Die Autorin Natascha Wegelin erklärt darin, wie man mit einem eigenen System seine Finanzen überblicken und gestalten kann. Das Buch bietet dafür einen einfachen Einstieg. Da viele Lektorate im Buchbereich etliche Zeit vor der Veröffentlichung liegen, habe ich das nächste Projekt für Rowohlt bereits abgeschlossen.

Außerdem arbeite ich weiterhin mit dem moses. Verlag zusammen, ich lektoriere aktuell ein Fragespiel zu Phrasen und korrigiere ein Quizkartenspiel.
Voraussichtlich im Oktober erscheint dann mein Artikel bei pixartprinting, in dem ich über meinen Besuch im Museum für Druckkunst in Leipzig geschrieben habe. Ich kann schon mal sagen: Die Ausstellung ist wirklich toll und sehr informativ.

Das war der Juni

Am 26. Juni ist das von mir lektorierte Buch 1000 Kilometer Deutschland erschienen, das der Zeit-Online-Journalist Julius Tröger aus Berlin geschrieben hat. Besonders freut mich, dass schon ein Rowohlt-Folgeauftrag für den Spätsommer/Herbst ansteht.

Das gefürchtete Sommerloch zeigte sich am ehesten in weniger E-Mails und Anrufen, die Auftragslage wird in diesem Jahr bei mir durch einen Großauftrag der Dortmunder Spar- und Bauverein eG weiter auf hohem Niveau gehalten. In ca. 2 Monaten bearbeite ich im Lektorat rund 400 Mustervorlagen für Geschäftsbriefe und Mieter/-innen-Schreiben. Den Auftrag der Alice-Solomon-Hochschule habe ich abgeschlossen, das historische Themenheft des DRK wartet noch auf die finale Korrektur.

Aber ich habe nicht nur lektoriert und korrigiert, sondern auch geschrieben. Bei pixartprinting ist mein Artikel zu Variable Fonts erschienen; das Wissen dazu habe ich mir auf der diesjährigen TYPO Berlin angeeignet. In der neuesten Ausgabe der metamorphosen zum Thema Journal findet sich wie immer eine Kolumne von mir. Voraussichtlich im September ist dann ein weiterer Artikel von mir bei pixartprinting zu finden: diesmal über das Museum für Druckkunst in Leipzig.

Das war der Mai

Der Wonnemonat war geprägt von den üblichen Tätigkeiten: Korrigieren, Lektorieren, Schreiben. Ziemlich zum Ende des Monats, vor ein paar Tagen erst, durfte ich mich über einen Auftrag von der Alice Salomon Hochschule freuen – ich lektoriere einen Online-Studienführer inkl. letztem Schliff.
Auch eine Bachelorarbeit hatte ich auf dem Schreibtisch, die sich mit der politischen Geschichte West-Berlins in den 70er-Jahren auseinandersetzte. Das Schöne daran: Die Bachelorarbeit war der letzte Schritt auf einem akademischen Weg, den ich mit der Korrektur vorangegangener Hausarbeiten nun schon eine Weile mitgestalte.

Schreiben, korrigieren und quatschen auf der Typo

Mitte des Monats fand sich dann mit der Typo-Design-Konferenz ein Highlight im Kalender: Jahr für Jahr treffen sich Designer und Designerinnen, Typografen, Schriftgestalterinnen und andere Menschen aus dem kreativen Bereich im Haus der Kulturen der Welt. Es gibt Vorträge, Workshops, Get-together und auch eine große Party. Die Themen bewegen sich zwischen der Gestaltung von Schriften über das Präsentieren von Marken und Markendesign bis hin zu kalligrafischen Übungen.

2016 war ich zum ersten Mal dabei: Ich bin als Korrekturleser im Editorial-Team tätig, das die Live-Berichterstattung über verschiedenste Social-Media-Kanäle organisiert und realisiert. In diesem Jahr habe ich auch noch einen Artikel zum Thema Fonts und Schriftgestaltung geschrieben, und außerdem war ich am dritten und letzten Tag der Konferenz Gast des typografischen Quartetts.
Auf dem Blog von Pixartprinting erscheint im Juni dann noch ein Text zu Variable Fonts, zu dem mich der Besuch der verschiedenen Konferenz-Präsentationen inspiriert hat.

Datenschutz und WordPress

Nicht zuletzt stand der Mai auch im Zeichen des Datenschutzes: Die DSGVO war ja in aller Munde, und auch ich musste meine Website und die WordPress-Installation unter der Haube auf mögliche Probleme abklopfen. Eine Menge Einverständniserklärungen stehen am Ende dieser Bemühungen; das habe ich übrigens auch auf anderen Seiten gemerkt: Man klickt sich schon ganz verrückt mit all den Cookie-Bannern. Wie es genau weitergeht, wird die weitere Rechtsprechung zeigen. Neben dem Schreiben kam wieder der technische Anteil meiner Freelancer-Tätigkeit zum Vorschein: Ich habe mehrere WordPress-Installationen auf eine korrekte SSL-Verschlüsselung umgestellt und auch andere Anpassungen vorgenommen – ich fände es spannend, wenn auch weiter ein gewisser Teil meiner Arbeit aus digitalen Leistungen bestünde.

Und zuallerletzt: Ich arbeite im Moment an einem neuen längeren Artikel zum Thema Bindestriche. So nerdig wie wichtig, dieses kleine Multitalent. Und im Garten habe ich seit zwei Wochen Bienen einlogiert. Vielleicht gibt es noch Honig in diesem Jahr. Stay tuned!

Das war der April

Für mich war der April immer noch vom Thema Steuern geprägt. Umsatzsteuer, Einkommenssteuer: große Posten, die ans Finanzamt abgehen. Zum Glück gab es auch Aufträge von alten und neuen Kunden.

Für den moses. Verlag habe ich 300 Quizkarten lektoriert: Nach der inhaltlichen Prüfung (schön, wenn man einige Dinge nicht nachzuschlagen braucht) folgt der formale Feinschliff mit der Rechtschreibprüfung.

Für das DRK lektoriere ich ein Themenheft zur eigenen Historie rund um den Korea-Krieg und die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Besonders kniffelig: Das Kürzen von Beiträgen auf kleinem Raum, ohne dass die Texte strukturell auseinanderfallen oder ich zu viel Fachliches ins digitale Aus befördere.

Mit 4selected, einer Medienagentur mit Sitz in Berlin, habe ich nach fast zweijähriger Zusammenarbeit nun auch über die Erstellung von SEO-Texten gesprochen. Aktuell müssen wir noch herausfinden, wie sich mein Angebot und das Agentur-Budget vertragen. Unabhängig davon werde ich weiter für 4selected korrigieren – im April hatte ich immerhin 9 verschiedene Websites auf meinem Schreibtisch.

Außerdem stehe ich gerade mit einem Kunden in Kontakt, dessen Mastarbeit ich 2016 korrigiert habe. Nun steht die Promotion an und ich werde mich zunächst mit dem Exposé befassen.

Und zu guter Letzt: eine Auftragsanfrage über eine persönliche Weiterempfehlung. Immer schön, so was. Es ginge um eine umfangreiche Publikation im Bereich von Architektur und Städtebau. Angebot abgegeben – mal sehen, was draus wird.

Im Mai steht die TYPO Berlin an, dort werde ich das Redaktionsteam als „Final Editor“ unterstützen und versuchen, Texte schnell und möglichst fehlerarm online zu bringen.

Das war der März

Der März stand ganz im Zeichen der Buchmesse. Insbesondere in der ersten Monatshälfte habe ich Dinge für die edition AZUR erledigt: Die Website- und Terminpflege stand ebenso auf dem Plan wie das Einpflegen von neuen Autoren und Titeln. Auf der Buchmesse selbst war ich dann ebenfalls vor allem für die edition AZUR unterwegs, auch wenn mich in dieser Zeit einige interessante Projektanfragen erreichten, unter anderem vom Deutschen Roten Kreuz und vom Deutschen Spendenrat.

Beauftragt hat mich die Firma WPK Vertriebsgesellschaft für Werkzeugmaschinen und Systemtechnik mbH. Ich schreibe neue Texte (Startseite und Über-uns-Seite) und prüfe die gesamte Website auf Rechtschreibfehler.

Mit pixartprinting aus Italien habe ich nun einen weiteren europäischen Auftraggeber, nachdem ich ja schon für Quill Content tätig war. Pixartprinting ist eine Druckerei, die im Moment sehr stark an einer forcierten Online-Kommunikation in mehreren europäischen Ländern arbeitet. Für den deutschen Markt unterstütze ich das Unternehmen mit der Recherche für Themen, außerdem werde ich einen Blogartikel über die Designkonferenz TYPO Berlin verfassen (dieses Jahr bin auch wieder im TYPO-Redaktionsteam).

Nicht zuletzt habe ich im März alle Unterlagen für den Steuerberater zusammengesammelt und meine Buchhaltung für das letzte Jahr abgeschlossen. Yeah!

Neuigkeiten vom Schreibtisch: In monatlichen Zusammenfassungen berichte ich über kommende und abgeschlossene Projekte und will so einen kurzen, kompakten Einblick in meine Arbeit bieten.

Das war der Februar

Bei Spector Books ist das Buch Sieh mich an / Look at me von Sasa Hanten-Schmidt erschienen, das ich in ihrem Auftrag lektorieren durfte.

Auch zwei Rowohlt-Projekte sind auf der Zielgeraden; bei Julius Trögers 1000 Kilometer Deutschland kann man das sogar wörtlich nehmen, denn es geht um eine Bahnfahrt, in deren Verlauf mit gesammelten Daten eine kleine Vermessung der Bundesrepublik erfolgt. Das Buch soll im Juni erscheinen. Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können beschreibt schon im Titel, worum es geht. Natascha Wegelin hat ein Buch geschrieben, das erklären und motivieren will, sich als Frau finanziell abzusichern und vernünftig zu wirtschaften – sei es, um sich für die Rente abzusichern, oder, um die nächste Weltreise zu finanzieren. Dieses Buch erscheint im August.

Außerdem wird demnächst ein weiteres Quizspiel kommen, das ich für den moses. Verlag lektoriere. Das letzte Spiel, das ich lektoriert habe, Wer weiß das!?, haben wir im Winterurlaub dem Familienpraxistest unterzogen. Auf jeden Fall eine unterhaltsame Abendbeschäftigung, damit man nicht in den immer gleichen Routinen oder Diskussionen versackt. Und man lernt eine ganze Menge darüber, was die anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Runde so wissen, bzw. natürlich, was man dachte, was sie wüssten …

Neuigkeiten vom Schreibtisch: In monatlichen Zusammenfassungen berichte ich über kommende und abgeschlossene Projekte und will so einen kurzen, kompakten Einblick in meine Arbeit bieten.