Montag, neunter März 2015

Jetzt, um 07:45 Uhr, dringt die milde Morgenluft zum Fenster herein; man könnte denken, dass es die erste und letzte Frische eines Hochsommertags ist (um fünf Uhr fiel das Thermometer auf 18,5 Grad) . Und jetzt, nach den Wintermonaten, ganz anders als im Sommer, wo sich ja meist die heißen Tage wie in Ketten aneinanderreihen, sehnt man sich so eine Hitze herbei, vielleicht auch nur für ein Mal.

Die Luft liegt kühl und angenehm über den Seiten, liegt über dem dritten Band von Johnsons Jahrestagen, gebraucht gekauft und doch ungelesen, wie auch der vierte Band, der letzte Woche mit der Post kam. Innen alles neu, druckfrisch sozusagen. Und nur die Rückseite des Einbands versehen mit weißen Farbsprenkeln. – Sei es, dass ein Kind, gelangweilt nach dem einen Spiel, es zu unterhalten suchend, den Johnson und ein Fläschen Tipp-Ex in die Hände bekam; Sei es, dass einer meinte, in den Ruhepausen des Malerns und Weißens Johnson lesen zu wollen – und nicht dazu kam, der vergessenen Stulle wegen, die ihn weg vom Buch hin zu Pommes und Currywurst führte in der Mittagspause, und zu einem kleinen Powerschulle. Möglich wäre es ja, und möglich wäre auch, dass das Fenster auf den Hudson schaut, den nebligen, fliessenden …

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