Man sieht einen Flyer, auf dem steht, dass es am 19. und 20. September bei Schwab Rabatt gibt.

Der große Rabattspaß bei Schwab für ganze 2 Tage – leider 2 Tage zu spät

Schwab wirkt auf mich immer wie der Dinosaurier unter den Versandhändlern mit einer Zielgruppe 50, 60 oder gar 70+. So konsequent hat man sich nicht bei Facebook angemeldet, so sehr ist man stolz darauf, Very-Important-Person-Kunden Fünf-Prozent-Rabatte einzuräumen oder ausgedruckte Kontoauszüge über die Balance des Schwab-Kundenkontos zu versenden (und zu meiner Begeisterung wird dieser Service berechnet – mit den Portokosten eines Normalbriefes). Nein, bitte nicht fragen, wie ich Schwab-Kunde geworden bin. Es ist mir sowieso schon peinlich genug.

Zwei Tage lang zehn Prozent Rabatt – wer lässt da nicht alles stehen und liegen?

Und als ich heute, am 22.09. am Briefkasten stand, dachte ich nur: „Nein, nein, nein“. Dann fiel mir später Hannibal Smith ein. „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“ – So ein Army-Colonel täte dem Schwab Versand als Geschäftsführer vielleicht ganz gut. Einen Aktionszeitraum von zwei Tagen für einen per Post versendeten Zehn-Prozent-Rabatt finde ich ja schon ein bisschen halsbrecherisch. Aber dass dieser Gutschein dann auch noch zwei Tage zu spät ankommt? Da braucht es schon eine Menge Fantasie, um sich auszumalen, was da schiefgelaufen sein könnte. Selbst wenn die Postlaufzeit fünf Tage betragen hätte, was ja schon sehr viel ist für so eine Karte, wäre die Karte am 16. abgeschickt worden, also auch nicht unbedingt mit Zeitpuffer.

Katastrophe? Normalzustand?

Ich versuche mich dann immer in das Unternehmen hineinzudenken. Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, der die Karte so spät bekommen hat und sich mehr als wundert. Das Porto, die Druckkosten und das Design – all das Geld hätte man auch direkt zum Fenster rauswerfen können. Immerhin hat das professionelle Korrektorat nichts gekostet – das gab es nämlich nicht. Das fehlende Leerzeichen beim Prozentzeichen und der kurze Bis-Strich deuten es schon an. Relativ klar wird es dann bei „ihrer personenbezogen Daten“.
Mal sehen, wie viele Meteoriteneinschläge Schwab noch übersteht …

Laut Flyer kann man der Übermittlung von "personenbezogen Daten" widersprechen.
Hier bin ich VIP, hier bin ich Inhaber von personenbezogen Daten.

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