Überschriften? Da gibt’s auch Regeln?

Ja, auch Überschriften folgen einem (schmalen) Regelwerk. Besonders in Zeitungen und Kundenmagazinen müssen viele Beiträge betitelt und Bilder mit Unterschriften versehen werden. Und weil die Vorgaben so überschaubar sind, kommt dieser Karacho-Montag gleich als kurze Zusammenfassung.

Überschriften haben generell keinen Punkt am Ende, es ist dabei unherblich, ob es sich um ganze oder verkürzte Sätze oder einzelne Wörter handelt. Ausrufe- und Fragezeichen werden allerdings immer gesetzt, auch wenn die Überschrift nur aus einem Satz besteht. Bestehen Überschriften aus mehreren Sätzen, gilt die Regel, dass die Zeichensetzung innerhalb der Überschrift wie üblich erfolgt. Ein erster eigenständiger Satz erhält einen Punkt, der letzte Satz oder die letzte Wortgruppe bleiben immer ohne Punkt.

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Satzbinnenzeichen wie Komma, Gedankenstrich und Klammern werden in Überschriften ganz normal verwendet. Nach dem Gedankenstrich wird, wenn er einen die Überschrift erläuternden Zusatz einleitet, klein weitergeschrieben (außer ein substantivisch verwendetes Wort steht am Anfang):

Rügen – eine Insel zum Wohlfühlen
Rügen – Touristen kommen gern

Bildunterschriften werden wie Überschriften behandelt, wenn sie aus einem Satz bestehen. Ab zwei Sätzen werden sie den Regeln von Fließtexten unterworfen.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 14. März 2018 aktualisiert.